klimafitter bergwald an der nordkette/innsbruck

Wälder sind Klimaschützer! Sie speichern große Mengen CO2, das dadurch der Atmosphäre entzogen wird. Zudem bieten sie vielen Arten einen einzigartigen Lebensraum, schützen uns vor Naturgefahren und versorgen uns mit Rohstoffen. Doch wir kommen unsere Wälder eigentlich selbst mit dem Klimawandel zurecht? Welche Folgen haben steigende Temperaturen, Dürreperioden und Extremereignisse für die Bäume? Und wie kann die Forstwirtschaft sich an zukünftige klimatische Bedingungen anpassen? Diesen Fragen wird im KlimaTop zum Thema „Bergwald im Klimawandel“ nachgegangen.

Welches CO2-Speicherpotenzial haben die Wälder der Erde?

Die Wälder der Erde speichern enorme Mengen an Kohlenstoff und sind eine wichtige Senke von Treibhausgasen im Klimasystem. Insbesondere intakte Wälder und deren Ökosysteme können sehr effektiv atmosphärisches Kohlendioxid (CO2) in ihrer Stoffmasse einlagern. Daher ist die Aufforstung und der Schutz von Waldgebieten ein bedeutendes Mittel, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Doch welches Speicherpotenzial bieten gesunde Waldökosysteme und wie können wir Menschen das volle Potenzial ausschöpfen?

Bäume und Wälder binden CO2 aus der Luft durch Photosynthese.
Sie speichern den Kohlenstoff daraus in ihrer Stoffmasse ein.
Durch den Schutz von Wäldern können wir ihr CO2-Speicherpotenzial erhöhen

Wälder binden CO2

Das Speicherpotenzial eines Baumes kann rund 50 bis 200 Jahre ausgeschöpft werden. Je nach Baumart, Standortbedingungen und Lebensdauer nehmen sie in dieser Zeit mehr CO2 auf als sie abgeben. So besteht etwa 50 Prozent der trockenen Holzmasse von Bäumen aus Kohlenstoff. Während des Wachstums steigt das CO2-Speicherpotenzial kontinuierlich an, da Bäume an Blattfläche zunehmen und immer mehr Photosynthese betreiben und damit CO2 speichern können. Zusätzlich wird während des Wachstums Sauerstoff als Nebenprodukt abgegeben und liefert uns Menschen Luft zum Atmen. Allerdings wird das eingelagerte Kohlendioxid bei Verwitterung wieder in die Luft abgegeben, indem Holz aufgelöst und der Kohlenstoff wieder freigesetzt wird.

Wie das CO2-Speicherpotenzial ausgeschöpft wird

Nach Schätzungen von Wissenschaftler:innen binden deutsche Wälder heute rund 4,3 Milliarden Tonnen CO2. Jedes Jahr entziehen sie der Atmosphäre rund 52 Millionen Tonnen CO2, den sie dann zusätzlich binden. Daten und Modelle zeigen jedoch, dass Bäume und Wälder noch effizienter Kohlenstoff aufnehmen können. Durch den zielgerichteten Schutz von Waldgebieten, ein verbessertes Wald- und Bodenmanagement sowie der Aufforstung könnte nochmal deutlich mehr CO2 gespeichert werden. Die klimatischen Zonen haben einen bedeutenden Einfluss auf die Speichereffizienz. So weisen Bäume in den Tropen eine vielfach höhere CO2-Aufnahmekapazität auf, und sind damit sehr effektive Senken. Aktuelle Berechnungen deuten darauf hin, dass durch kluge Maßnahmen global mehr als 250 Milliarden Tonnen Kohlenstoff an zusätzlichen Speicherpotenzial ausgeschöpft werden können.

bodenkindliche analyse zu standortbedingungen für neuanpflanzungen

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